Glossar - DNS-RoundRobin
DNS lässt es zu, dass einem Namen mehrere IP-Adressen zugewiesen werden können. Allgemeiner
formuliert: Es können mehrere Resource Records mit gleichem Label, gleicher Klasse und gleichem Typ
aber jeweils unterschiedlichem Datenfeld existieren. Eine derartige Anordnung wird als Resource Record
Set bezeichnet.
Durch Resource Record Sets kann eine einfache Lastverteilung (engl. Loadbalancing) realisiert
werden.
Wird ein derartiger Name von einem Resolver abgefragt, so liefert der DNS-Server grundsätzlich alle
bekannten IP-Adressen zurück, allerdings in wechselnder Reihenfolge. Der erste Request wird dann
beispielsweise mit [192.0.2.70, 192.0.2.71, 192.0.2.72] beantwortet und der zweite mit [192.0.2.71,
192.0.2.72, 192.0.2.70]. Es liegt dann in der Verantwortung des Resolvers, welche IP-Adresse er
tatsächlich verwendet.
Nach welcher Strategie ein DNS-Server die Reihenfolge vorgibt, kann bei Bind-kompatiblen Nameservern
konfiguriert werden. Bei BIND sind drei Varianten möglich: zyklisch, zufällig und fest. Bei der
Variante fest werden die IP-Adressen in der Reihenfolge zurückgegeben, in der sie im Nameserver
abliegen.
